28.03.2021 – Die dunkelste Geschichte

30.03.2021

„Menschen in Not“ Teil 4 : Karlheinz Kress öffnet zum Palmsonntag ein dunkles Kapitel in der Bibel. In Vorbereitung auf die Passionswoche und zur Mahnung an uns Christen.

Opfere Deinen Sohn, Abraham!

Wohl einer der schwersten Texte, der heute in Vorbereitung auf die Passionswoche von Karlheinz Kress gelesen und in seiner Predigt für uns dargestellt wird.

Isaak, der späte Erstgeborene von Abraham, ein Kind, dass er sehr liebt und der ein Stammvater für die vielen Generationen nach ihm werden soll und auch wird. Dieses Kind soll Gott geopfert werden? Dieses Kind, dass ihm Gott als 100-jährigen Mann noch durch Sara geschenkt hat ( 1. Moses 21)?

Ja, das ist die Versuchung! Drei Tage ist Abraham unterwegs in das Land Morija. Der Opferauftrag kann lange überlegt werden. Abraham kehrt nicht um und bläst das Ganze ab. Abraham hat bis zu diesem Zeitpunkt mit Gott schon einiges erlebt. Wie oft hat er gehadert und ist Gott und seinem Glauben doch treu geblieben.

Ich will Dich nicht mehr, Abraham!

So muss das klingen, wenn Gott den Sohn des Abraham möchte. Er möchte die Geschichte streichen und sich von Abraham lösen. So könnte man das lesen. Ein Gott der Liebe tut doch sowas nicht, oder? Ein Gott, von dem wir glauben, dass er uns alles gibt? Und jetzt nimmt er uns alles wieder?

Der Herr sieht

Vielleicht ist Gott einfach mehr. „Der Herr sieht“ nennt Abraham den Ort des Geschehens, an dem er seinen Sohn opfern sollte. Abraham kehrte damals mit seinem Sohn zurück.

Abraham und Ostern, so ging es weiter…

Erfahren Sie, wie die Geschichte sich wiederholte und Gott selbst seinen eigenen Sohn nicht verschonte. Hören Sie eine eindringliche Predigt zum Palmsonntag 2021.

Das Opfer Abrahams

1Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich.

2Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.

3Da stand Abraham früh am Morgen auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, von dem ihm Gott gesagt hatte.

4Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die Stätte von ferne.

5Und Abraham sprach zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich und der Knabe wollen dorthin gehen, und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen.

6Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand; und gingen die beiden miteinander.

7Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer?

8Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander.

9Und als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz

10und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete.

11Da rief ihn der Engel des Herrn vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.

12Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.

13Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich im Gestrüpp mit seinen Hörnern hängen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes statt.

14Und Abraham nannte die Stätte »Der Herr sieht«. Daher man noch heute sagt: Auf dem Berge, da der Herr sich sehen lässt.

Lutherbibel 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Die Predigt am 28.03.2021 in der Christlichen Gemeinde Nürnberg liest Pastor Karlheinz Kress.