12.07.2020 – Wir tun das fast täglich…

12.07.2020

Im Miteinander … Größtenteils unbewusst … Aber wir tun’s:

Wir scannen die andern ein, machen uns ein Bild von ihnen. Dann checken wir ab und vergleichen:

Wie schneide ich ab – besser? Schlechter? So ähnlich?

Und die andern machen das mit uns auch so.
Sortieren uns in ihr inneres Ranking.

Und dabei spielen äußere Dinge eine ziemlich entscheidende Rolle:

  • Wie sieht sie aus?
  • Wie wirkt er?
  • Was hat sie an?
  • Wie gibt er sich?
  • Was bringt sie zustande?

Auf die Art und Weise kann man durchaus einiges über einen Menschen lernen. Aber man kann auch ganz schön daneben lieben.

So wie in der biblischen Geschichte von heute. Hören Sie doch mal rein in die Predigt von Pastor Karlheinz Kress zum Thema:

„Ein Mensch sieht was vor Augen ist,
 Gott aber sieht ins Herz.“

David wird zum König gesalbt

1 Und der Herr sprach zu Samuel: Wie lange trägst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, dass er nicht mehr König sei über Israel? Fülle dein Horn mit Öl und geh hin: Ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Söhnen hab ich mir einen zum König ersehen.

2 Samuel aber sprach: Wie kann ich hingehen? Saul wird’s erfahren und mich töten. Der Herr sprach: Nimm eine junge Kuh mit dir und sprich: Ich bin gekommen, dem Herrn zu opfern.

3 Und du sollst Isai zum Opfer laden. Da will ich dich wissen lassen, was du tun sollst, dass du mir den salbst, den ich dir nennen werde.

4 Samuel tat, wie ihm der Herr gesagt hatte, und kam nach Bethlehem. Da entsetzten sich die Ältesten der Stadt und gingen ihm entgegen und sprachen: Bedeutet dein Kommen Friede?

5 Er sprach: Ja, Friede! Ich bin gekommen, dem Herrn zu opfern; heiligt euch und kommt mit mir zum Opfer. Und er heiligte den Isai und seine Söhne und lud sie zum Opfer.

6 Als sie nun kamen, sah er den Eliab an und dachte: Fürwahr, da steht vor dem Herrn sein Gesalbter.

7 Aber der Herr sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn es ist nicht so, wie ein Mensch es sieht: Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.

8 Da rief Isai den Abinadab und ließ ihn an Samuel vorübergehen. Und er sprach: Auch diesen hat der Herr nicht erwählt.

9 Da ließ Isai vorübergehen Schamma. Er aber sprach: Auch diesen hat der Herr nicht erwählt.

10 So ließ Isai seine sieben Söhne an Samuel vorübergehen; aber Samuel sprach zu Isai: Der Herr hat keinen von ihnen erwählt.

11 Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er aber sprach: Es ist noch übrig der jüngste; und siehe, er hütet die Schafe. Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und lass ihn holen; denn wir werden uns nicht niedersetzen, bis er hierhergekommen ist.

12 Da sandte er hin und ließ ihn holen. Und er war bräunlich, mit schönen Augen und von guter Gestalt. Und der Herr sprach: Auf, salbe ihn, denn der ist’s.

13 Da nahm Samuel sein Ölhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des Herrn geriet über David von dem Tag an und weiterhin. Samuel aber machte sich auf und ging nach Rama.

Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Die Predigt hielt Pastor Karlheinz Kress.