10.01.2021 – Das Leben im wahren Gottesdienst

14.01.2021

Von der praktischen Konsequenz des Christsein.

Manfred Mebert erläutert uns heute anhand des Römerbriefes die praktische Konsequenz des christlichen Glaubens. Paulus verfasste den Brief an die römische Gemeinde.

Jede Lehre erscheint doch irgendwie überflüssig, wenn sie sich nur im Kopf abspielt. Jede Lehre benötigt einen praktischen Teil. Und genau darum geht es heute: Glauben praktizieren! Es ist die logische Konsequenz aus der Lehre.

Hören Sie eine abwechslungreiche Predigt mit Anleihen aus dem täglichen Leben.

Die angemessene Antwort auf Gottes Erbarmen

1Ich habe euch vor Augen geführt, Geschwister, wie groß Gottes Erbarmen ist. Die einzige angemessene Antwort darauf ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung stellt und euch ihm als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringt, an dem er Freude hat. Das ist der wahre Gottesdienst, und dazu fordere ich euch auf.

2Richtet euch nicht länger nach ´den Maßstäben` dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.

Vielfalt der Gaben und Aufgaben in der Gemeinde

3Ich rufe daher aufgrund der Vollmacht, die Gott mir in seiner Gnade gegeben hat, jeden Einzelnen von euch zu nüchterner Selbsteinschätzung auf. Keiner soll mehr von sich halten, als angemessen ist. Maßstab für die richtige Selbsteinschätzung ist der Glaube, den Gott jedem in einem bestimmten Maß zugeteilt hat.

4Es ist wie bei unserem Körper: Er besteht aus vielen Körperteilen, die einen einzigen Leib bilden und von denen doch jeder seine besondere Aufgabe hat.

5Genauso sind wir alle – wie viele ´und wie unterschiedlich` wir auch sein mögen – durch unsere Verbindung mit Christus ein Leib, und wie die Glieder unseres Körpers sind wir einer auf den anderen angewiesen.

6Denn die Gaben, die Gott uns in seiner Gnade geschenkt hat, sind verschieden. Wenn jemand die Gabe des prophetischen Redens hat, ist es seine Aufgabe, sie in Übereinstimmung mit dem Glauben zu gebrauchen.

7Wenn jemand die Gabe hat, einen praktischen Dienst auszuüben, soll er diese Gabe einsetzen. Wenn jemand die Gabe des Lehrens hat, ist es seine Aufgabe zu lehren.

8Wenn jemand die Gabe der Seelsorge hat, soll er anderen seelsorgerlich helfen. Wer andere materiell unterstützt, soll es uneigennützig tun. Wer für andere Verantwortung trägt, soll es nicht an der nötigen Hingabe fehlen lassen. Wer sich um die kümmert, die in Not sind, soll es mit fröhlichem Herzen tun.

Lutherbibel 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Die Predigt am 10.01.2020 in der Christlichen Gemeinde Nürnberg liest Manfred Mebert.